Dienstag, 26. August 2008

Mein erster Patient!

Nachdem das Wochenende wieder einmal viel zu schnell rumgegangen ist, hat gestern die zweite Uniwoche begonnen. Nach einigen Vorlesungen hatte ich dann meinen ersten klinischen Kurs. Die Frage: brauche ich jetzt weiße Klamotten und wenn ja meine eigenen oder nicht hat sich mit etwas Hilfe von Händen und Füßen, meinem besten Freund dem Semesterbuch und der Hilfe einer netten Komillitonin auch schnell geklärt. Da stand ich nun also in einer Klinik die ich nicht kannte, in einem fremden Land dessen Sprache ich nicht wirklich beherrsche. Die Ärztin die meine Gruppe betreut ist aber sehr nett und am Anfang hat sie zum Glück erklärt, wie man eine neurologische Untersuchung macht. Da ich dies bereits aus Deutschland kannte war es dann auch recht einfach ihr zu folgen. Und dann war es soweit, da stand ich also vor meinem ersten norwegischen Patienten. Ich muss allerdings gestehen, dass die anderen die Anamnese gemacht haben und ich mich dann ledeiglich auf die Untersuchung beschränkt habe. Dennoch war es danach irgendwie ein schönes Gefühl. Generell ähnelt das System ein bisschen unserem GKU-System in Deutschland, nur dass es hier viel viel besser organisiert ist und die Ärzte richtig Spaß daran haben einem etwas zu zeigen oder zu erklären. Und das mit der Sprache wird hoffentlich noch... Ansonsten habe ich nämlich ein Problem: bis Oktober müssen wir nämlich zwei Probeanamnesen abgeben von zwei bereits im Krankenhaus liegenden Patienten und danach wird es ernst. Dann geht es auf in die Notaufnahme und Patienten aufnehmen. Bin schon sehr gespannt, wie das alles so wird!
Heute wollte ich dann eigentlich noch ins Kino gehen, aber nach 10 Stunden Uni war ich einfach nur fix und fertig und hätte im Stehen schlafen können. Deswegen habe ich mich doch lieber für mein Bett entschieden. Morgen habe ich wieder meinen Studyday! :-) Wobei ich diesen wohl wirklich dazu nutzen muss, was für die Uni zu tun, denn hier wird man förmlich mit Artikeln die man lesen soll überhäuft und auch die Hausaufgaben für den Sprachkurs sind nicht ohne. Aber wenn es was bringt...! Morgen Abend ist dann wieder ein großes Treffen der Internationals. Wird bestimmt wieder lustig!

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