Die letzten Tage waren ein wenig stressig, sodass ich erst jetzt dazu komme zu berichten. Sonntag habe ich einen ziemlich entspannten Tag verbracht und mich seelisch ein wenig auf den Unistart vorbereitet. Sebastian, Simone, Kristin und ich waren nachmittags zunächst gemütlich einen Kaffee trinken und Abends haben wir dann noch zusammen mit einigen anderen am See gegrillt.
Montag morgen ging es dann zum ersten Mal in die Uni. Ich war ziemlich aufgeregt, aber am Montag ist eigentlich noch nicht viel passiert. Es liefen nur Vorlesungen über irgendwelche IT-Systeme von denen ich leider gar nichts verstanden habe und ein paar Leute haben sich vorgestellt. Da es aber nicht mein Krankhaus war, war es für mich noch nicht so spannend. Gestern ging es dann richtig los. Das erste Mal alleine unter Norwegern verlief besser als erwartet. Als Sebastian gegangen ist kam Marte, die am Vortag vor uns gesessen hatte zu mir und hat sich mit mir unterhalten und mich dann auch den ganzen Tag mitgenommen. War sehr glücklich darüber und entgegen aller Gerüchte, über die Schüchternheit der Norweger, waren alle sehr aufgeschlossen. Ständig kamen irgendwelche Leute und haben gefragt wo ich herkäme und was ich hier machen würde. Vielleicht ist es eben doch ein Vorteil der einzige ausländische Student zu sein und nicht wie im englischen 9. Semester nur einer von vielen. Von dem Kleingruppenseminar habe ich zwar so gut wie nichts verstanden, aber sich zu unterhalten hat erstaunlicher Weise schon ganz gut geklappt. Eines der Mädchen konnte sogar fließend Deutsch aber ich habe mir trotzdem alles auf norwegisch erklären lassen. Aber wenn ich irgendwann mal wirklich etwas gar nicht verstehe ist es gut zu wissen, dass ich jemanden fragen kann. Nachdem die Vorlesungen vorbei war ging es noch schnell eine weitere Chipkarte abholen (damit sind wir schon bei 4!!!) um danach zum Welcome gathering der medizinischen Fakultät zu gehen. Also ein kleiner Kennenlernabend für alle Internationals der medizinischen Fakultät und einige Norweger waren sogar auch noch da. Anschließend gab es noch einen kleinen Abstecher ins Bierzelt auf dem Unigelände um danach tot in mein Bett zu fallen!
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