Gestern war wieder ein sehr spannender Tag, denn Nachmittags stand unsere Wanderung zum Kolsåsstoppen an. Nach einer halbstündigen Bussfahrt ins Nirgendwo (es war eigentlich nur das Nachbarbundesland, aber es kam einem manchmal wie das Nirgendwo vor...) wurden wir von unseren zwei Guids in Empfang genommen. Nachdem alle dann eine passende Kletterausrüstung gefunden und das ganze Gepäck in Rucksäcken verstaut war, ging es los. Und diesmal war es wirklich eine Wanderung! :-) Über Stock und Stein ging es in ca. 40 Minuten hinauf auf den 450 Meter hohen Berg und obwohl sich die Sonne leider wie so oft nicht hat blicken lassen kam man schnell ins Schwitzen. Aber das Wetter war uns dann in sofern doch noch gnädig gestimmt, als dass es nicht geregnet hat. Auf dem Gipfel angekommen, blies zwar ein furchtbar kalter Wind aber dafür hatte man einen wunderschönen Blick über die Umgebung und ganz Oslo samt des Oslofjordes.
Anschließend ging es dann ans Abseilen: 35 Meter fast senkrechte Felswand! :-) Hat sehr viel Spaß gemacht, wobei ich persönlich die andere Richtung immer noch bervorzuge. Danach gab es dann für alle Wagemutigen (ich glaube außer mir hatte das vorher noch niemand gemacht) erstmal ein leckeres Barbecue! Und die Einheimischen haben uns dann auch gezeigt, warum unsere "hotdogs" oder pølse med lompe wie sie hier in Norwegen heißen nie so gut schmeckten. Uns haben immer die Trockenzwiebeln gefehlt! :-) Um diese Erfahrung reicher ging es dann schließlich auch noch zum von mir heiß ersehnten Klettern. Und ich muss schon sagen, es hat alle Erwarungen bei weitem erfüllt. Draußen in der freien Natur zu klettern ist eben doch etwas ganz anderes als in einer kleinen Kletterhalle. Leider drohte das Wetter umzuschlagen und auch die Dämmerung brach schon ein bisschen herein, sodass ich nicht bis ganz zum Gipfel klettern durfte, aber es war ein rießen Spaß! Leider gibt es kaum Fotos von mir beim Klettern. :-( Aber Lucy hat ein paar gemacht und ich denke ich werde sie die Tage mal von ihr bekommen.
Danach hieß es dann wieder zurück zum Auto wandern mit dem uns unser Guid netter Weise sogar noch bis zu unserem Studentenwohnheim gebracht hat, sodass wir uns die Busfahrt auf dem Heimweg dann sparen konnten. Zuhause angekommen bin ich nur noch totmüde, aber überglücklich über einen super Ausflug in mein Bettchen gefallen.
Heute morgen habe ich dann ersteinmal ausgeschlafen um dann gleich endlich mal ein bisschen was für die Uni zu tun, bevor wir heute Nachmittag Mareikes Geburtstag feiern werden.
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