Ein sehr spannendes und aufregendes Wochenende neigt sich dem Ende zu. Freitag Mittag habe ich mich also mit meinem Rucksack bepackt auf den Weg zum Hauptbahnhof gemacht, wo sich unsere Gruppe getroffen hat. Statt den ursprünglich 40 geplanten Studenten waren wir nur 15, was dem Spaßfaktor am Wochenende aber keinen Abbruch getan hat...
Nach einer ca. 5 1/2 stündigen Busfahrt kamen wir in dem kleinen Örtchen Sjoa an. Und Örtchen ist eigentlich fast schon zu viel gesagt, denn außer dass es fürs Raften bekannt ist, liegt dort der Hund begraben...
Dort angekommen haben wir ersteinmal unsere Hütten bezogen. Zusammen mit Victoria(Spanien), Dan(USA) und Christian(Deutschland) habe ich mir eine Hütte geteilt, die kaum größer als eine Sardienenbüchse war. Aber wir haben uns super verstanden und zusammen viel Spaß gehabt. Nach einem relativ gemütlichen Kennenlernabend bei einem Bier ging es dann gestern Morgen um 10 Uhr los zur Raftingtour. Eingepackt in dicke Neoprenanzüge, Helme und Schwimmwesten ging es bei strahlendem Sonnenschein auf zum Sjoa-Fluss. In zwei Boten á 8 Leuten ging es dann gut zwei Stunden mal mehr mal weniger wild den Fluss entlang. Auch ein mehr oder weniger freiwilliges Schwimmen durfte natürlich nicht fehlen!
Zurück im Camp standen dann erstmal eine heiße Dusche zum Aufwärmen(der Fluss hatte so ca. 8 Grad) und Waffeln zur Stärkung auf dem Programm. Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es dann zum zweiten Höhepunkt des Tages, dem Pendeljumping! Ohne wirklich zu wissen, worauf wir uns da eigentlich einlassen, fuhren wir ersteinmal los. Unser Ziel war eine 23 Meter hohe Brücke. Pendeljumping ist nicht wie man vielleicht meinen könnte mit Bundgeejumping verwandt, von der Brücke springt man aber auch... Dabei wird in der Mitte der Brücke ein Seil befestigt (besser gesagt zwei, zur doppelten Sicherung! Es kann also nichts passieren!!!). Daran eingehackt geht man so weit zu einem Ende der Brücke, bis das Seil vollständig gespannt ist.
Abends stand dann ein großes Barbecue an. Etwas abgelegen im Wald hatten sie ein großes Lagerfeuer, einen Grill und eine kleine Bar aufgebaut. Bei einem sehr leckeren Essen wurde dann bis spät in die Nacht am Lagerfeuer gefeiert oder in der zum Camp gehörenden Sauna noch ein wenig entspannt.
Heute hieß es dann nach dem Frühstück wieder packen und sich auf die doch recht lange Rückfahrt zu begeben. Alles in allem war es sicher das aufregendste Wochenende, dass ich bisher hier in Norwegen verbracht habe und mit einigen der Leute werde ich mich in Zukunft sicher öfters mal treffen.
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