In Bergen angekommen ging es ersteinmal in unser Hostel wo wir glücklicherweise unser eigenes Zimmer bekommen haben. Anschließend wurde dann bei einem gemütlichen Frühstück beratschlagt, was der Tag so bringen sollte. Nach einigem Hin- und Herüberlegen hatten wir uns für eine Wanderung auf den Bergen rund um Bergen entschlossen. Selbst die ab und zu aufkommenden schwarzen Wolken am Himmel konnten uns von diesem Vorhaben nicht mehr abbringen!
Aber es muss ja auch noch was für einen zweiten Bergenbesuch im nächsten Jahr übrig bleiben...Vom Fløien aus haben wir uns dann auf die laut Reiseführer ca. 5 stündige Wanderung Richtung Ulriken aufgemacht. Die Wanderung führte uns durch wunderschöne Natur mit teils atemberaubenden Blick über Bergen und den Fjord. Da wir aber etwas naiv ohne Wanderkarte losgegangen waren und auch die Beschilderung zeitweise sehr zu wünschen übrig lies, kamen nach ca. 2 Stunden doch erste Zweifel auf, ob es sich wirklich um ein gutes Unterfangen handelte. Also entschlossen wir uns einen der vielen uns entgegenkommenden Jogger (ja Norweger sind wirklich verrückt und gehen in Bergen in denen wir uns noch im Schneckentempo vorwärts bewegen noch joggen...) nach dem Weg zu fragen! Dies stellte sich als sehr klug heraus.
Zur Erholung ging es danach erst einmal, zusammen mit dem inzwischen auch aus Kristiansand eingetroffenen Freund von Simone und dessen 4 weiteren Freunden, in ein weiteres Café. Später am Abend hat Andrew dann wieder einmal für alle ein köstliches Abendessen gezaubert bevor wir alle völlig erschöpft in unsere Betten gefallen sind.
Sonntag morgen stand dann Sightseeing auf dem Programm. Allerdings hatten wir nicht berücksichtigt, dass wir in Norwegen sind und hier ab Oktober eigentlich das ganze Land in Winterschlaf verfällt. Sämtliche (und das heißt bis auf ein einziges Museum wirklich ausnahmslos alle!!!) Sehenswürdigkeiten sind den ganzen Winter über geschlossen.
Am Montag haben wir uns als letztes noch Gamle Bergen (= altes Bergen) angeguckt, was sich allerdings als nicht sonderlich lohnenswert herausgestellt hat, da es sich lediglich um ein paar alte Holzhäuschen handelte. Der einzige Unterschied zu denen in der Stadt war, dass sie schon etwas verfallener und vergammelter aussahen! Nachdem nun auch die letzte Sehenswürdigkeit gesehen war ging es in einer 7 stündigen Zugfahrt zurück nach Bergen. Jetzt mag man sich fragen, warum wir nicht einfach wieder das Flugzeug genommen haben, aber die Zugfahrt selbst ist DIE Sehenswürdigkeiten zwischen Oslo und Bergen! Und wenn man ersteinmal die vielen vielen Tunnel hinter sich gelassen hat fährt man wirklich durch unglaublich beeindruckende Natur. Von Flußtälern über fast wüstenähnlich aussehende Flächen, vorbei an schneebedeckten Bergen bis die Sonner hinter einem dieser versinkt und man den Rest der Strecke zurück nach Oslo durch die stockfinstere Nacht fährt!
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