Donnerstag, 30. Oktober 2008

Vorfreude auf das Wochenende....

Die letzten Tage habe ich überwiegend damit verbracht, von A nach B zu laufen und alles mögliche für das Wochenende zu organisieren: 3 Extramatratzen auftreiben, Bettzeug besorgen, Essen einkaufen, Leute einladen,... Aber nun ist es geschafft und ich kann mich ganz der Vorfreude auf das Wochenende hingeben. Meine Freunde haben gerade auch schon angerufen, dass sie gut gelandet und auf dem Weg nach Oslo - City sind! Dort werde ich sie dann in etwa zwei Stunden abholen.
Danach werde ich dann zusammen mit den Mädels und einer buntgemischten Truppe von Leuten die ich in den letzten drei Monaten kennengelernt habe (andere Erasmusstudenten, Kommilitonen, meiner WG) in meinen Geburtstag hineinfeiern. Und entsprechend des hier bereits ausgebrochenen Winters werden wir dazu Feuerzangenbowle machen.
Morgen werde ich dann sicherlich mit den Mädels ein wenig die Stadt erkunden. Sie haben zu Hause ja schon eifrig geplant, was sie sehen möchten... Und Abends gehen wir dann noch auf eine Halloweenparty hier bei uns im Wohnheim...

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Winterimpressionen







Es schneit, es schneit... :-)


Gestern saßen wir noch im Sprachkurs und haben darüber geredet, dass es der Winter mit großen Schritten Einzug gehalten hat. Denn seit der Zeitumstellung am Wochenende ist es hier um spätestens 5 Uhr stockdunkel und die letzten Nächte hat es auch immer schon kräftig gefroren. Ja und heute morgen ist es nun so weit! Es SCHNEIT! :-) Und im Gegensatz zu Deutschland bleibt er auch liegen... Draußen ist schon alles weiß und ich freue mich so, nachher mal vor die Tür zu gehen...
Einziger Nachteil: Wenn schlechtes Wetter ist, wird es hier fast gar nicht mehr hell... ;-)

Sonntag, 26. Oktober 2008

Nichts als gammeln...

Nachdem ich das ganze Wochenende statt mit Lernen nur mit furchtbar sinnlosen Dingen verbracht habe, habe ich es zumindest geschafft, endlich die Bilder aus Bergen hochzuladen! Ansonsten werde ich jetzt gleich noch einen Abstecher ins Fru Hagen machen und danach ist das Wochenende auch schon wieder um.
Einziges sinnvolles, was ich getan habe, war meinen Geburtstag ein wenig zu planen. Donnerstag, wenn meine Mädels aus Bonn kommen (ich freu mich schon rießig auf euch!!!) werden wir hier gemütlich mit ein paar meiner Freunde und der WG in meinen Geburtstag reinfeiern und als typisch deutsches Highlight, wenn auch vielleicht eigentlich ein bisschen verfrüht, Feuerzangenbowle machen. Wie wir dann den Geburtstag selbst verbringen, werde ich dann mal mit den Dreien schauen, auf jeden Fall werde ich glaube ich nicht in die Uni gehen... Und Abends gibt es dann hier auf dem Wohnheimsgelände in dem Pub eine Halloween Party, auf der Martin (einer der beiden Franzosen) auch noch auflegt. Dort werden wir also voraussichtlich den Abend verbringen. Ja und ansonsten freue ich mich einfach rießig, dass ich endlich mal wieder meine Freunde in den Arm nehmen kann und wir bestimmt ein sehr sehr lustiges Wochenende zusammen verbringen werden!

Samstag, 25. Oktober 2008

Oktoberfest!


Das war es also, das Oktoberfest... Aber mit dem großen Bruder in Deutschland konnte es wohl doch nicht mithalten! Das Bierzelt war zwar sehr bayrisch geschmückt und es gab auch wie versprochen deutsches Bier und Essen, aber selbst die Tatsache, dass die Hälfte der Leute sicher Deutsche waren konnte nicht so richtiges Oktoberfestfeeling aufkommen lassen.
Allerdings hat das Bier bei den Norwegern seine schon bekannte Wirkung entfaltet, sodass selbst die furchtbar schüchternen Norweger aufgetaut sind und sich sehr für die deutschen Traditionen interessiert haben. Warum aber es aber nicht in jeder deutschen Stadt ein Oktoberfest gibt und nicht jedes deutschen Mädchen ein Dirndel besitzt konnten sie trotzdem nicht begreifen. Im Ausland ist und bleibt Bayern eben ganz Deutschland!
Nachdem wir uns dann an deutschen Schlagern, Schunkelmusik und der Gleichen sattgehört hatten haben Mareike, Andrew und ich uns wieder auf den Heimweg gemacht. Es war ein ganz lustiger Abend, aber ein großer Fan vom Oktoberfest, werde ich glaube ich trotzdem nicht werden...

Freitag, 24. Oktober 2008

Mein erster norwegischer Traum :-)

Ohje, die Zeit rennt. Es ist schon wieder Freitag und ich habe keine Ahnung wo die Woche wieder geblieben ist... Mittwoch Abend hatten wir unseren ersten Videoabend. Geplant ist, das jede Woche einer zwei Filme aus seinem Heimatland zeigt. Das heißt am Ende werden wir also Filme aus Frankreich, Australien, USA und Deutschland gesehen haben. Da die Franzosen aber auf einem Konzert waren gab es diese Woche: The dark knight zu sehen...
Gestern war dann ein sehr unspektakulärer Tag. Einzig positiv zu erwähnendes Ereignis war, dass ich meine Semesteraufgabe abgegeben habe. Somit ist dieser Punkt auch erledigt und wieder ein Stück des Weges hin zum Semesterende geschafft.
Ja und dann ist heute Nacht endlich das passiert, auf das ich schon soooo lange gewartet habe! Ich habe das erste Mal auf norwegisch geträumt. Es war zwar kein sonderlich aufregender Traum, aber es ist ein unglaubliches Gefühl aufzuwachen und auf einmal in einer anderen Sprache als seiner Muttersprache zu denken... :-) So langsam scheine ich mich also mit der Sprache anzufreunden...
Jetzt muss ich noch ein letztes Mal für diese Woche in die Uni um danach aufs Oktoberfest zu gehen! Ja richtig gehört, dass gibt es hier auch... und zwar mit gutem deutschem Bier, Sauerkraut und Würstchen und allem was sonst noch so dazu gehört! Ob es mit dem Original in München mithalten kann wird sich zeigen, aber es wird bestimmt ein großes deutsches Volksfest in Oslo!

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Geschafft!

Es ist wieder Mittwoch und das heißt wie jede Woche Studyday! Und dieses Mal habe ich es mir auch ein wenig zu Herzen genommen und tatsächlich schon etwas für die Uni zu tun. Aber ersteinmal noch ein kleiner Bericht von gestern: Um halb elf war es also so weit. Zusammen mit Helge und dem Patienten, den wir vorstellen sollten stand ich also vor ca. 50 Leuten im Hörsaal. Glücklicherweise gab es auch nicht mehr viel Rumgeplänkel und wir durften direkt anfangen. Nachdem Helge dann die Anamnese vorgestellt hatte habe ich dann die Untersuchungsergebnisse vorgetragen. Und es ging auch besser als gedacht. Ich bin mir zwar nicht so ganz sicher, ob die anderen wirklich alles verstanden haben, aber wenn nicht, waren sie zumindest so nett keine Fragen zu stellen... ;-) auch der Professor schien ganz zufrieden und nachdem wir ihm dann noch ein paar Fragen beantwortet und das von ihm mitgebrachte Röntgenbild analysiert hatten war der Spuk auch schon vorbei, und damit wohl auch die gefürchtetste Aufgabe des ganzen Semesters...
Abends hatte ich dann wiedereinmal meinen Sprachkurs, wo ich langsam aber sicher auch das Gefühl kriege, dass ich für die Klausur wohl doch auch lernen werden muss... Als ich das dann abends dem Thomas erzählt habe meinte er nur, dass er dann jetzt mit mir üben würde und den restlichen Abend hieß es sobald ich auf Fragen nur mit ja oder nein geantwortet habe: "Du sollst ganze Sätze reden!" :-) Und jetzt soll ich mir immer irgendwas überlegen, was ich ihm dann auf norwegisch erzählen kann, damit ich nicht am Ende meines Jahres nach Hause komme und zwar perfektes Fachvokabular, aber kaum Alltagsnorwegisch kann... ;-)
Jetzt gleich werde ich mit Simone in die Stadt fahren und noch gemütlich einen Kaffee trinken, bevor sie zu ihrem Freund nach Kristiansand fährt. Danach werde ich dann meine Nase hoffentlich nochmal ein bisschen in die Bücher stecken, bevor wir heute Abend bei Mareike zum Filmabend eingeladen sind!

Montag, 20. Oktober 2008

Das Große Bibbern!

Ja richtig, das lässt nichts gutes Ahnen! Denn morgen wird der wahrscheinlich schlimmste Tag des ganzen Semesters werden... Ich muss nämlich vor meinem versammelten Semester einen Patienten vorstellen! Auf NORWEGISCH!!! -Hilfe!-
Aber mal vorne angefangen. Eine Unterrichtsform hier ist die sogenannte "Klinikk", bei der zu Beginn immer ein Patient von zwei Studenten vorgestellt wird, den sie am Tag zuvor untersucht haben. Im Anschluss gibt es dann oft noch eine kleinere Diskussion und jeder darf Fragen an den Patienten stellen. Und damit man dabei natürlich auch was lernt, gibt es hinterher noch eine Vorlesung über die Krankheit des Patienten. Morgen bin nun ich damit dran, einen Patienten vorzustellen. War vorhin schon ein paar Stunden in der Klinik um zusammen mit Helge den Patienten zu befragen und untersuchen und das Ganzen dann noch in eine halbwegs präsentable Form zu bringen. Ich habe zwar netterweise schon den einfacheren Teil bekommen, aber ich glaube es wird morgen eine sehr lustige Vorstellung werden und ich bin mir nicht sicher, wie viel die anderen dann von meinem Rumgestammel verstehen werden. Denn ich werde sicher mit einem Puls von 180, nass geschwitzten Händen und den in Deutschland schon allseits bekannten ;-) Stressflecken vor meinem Semester stehen.
Aber irgendwie wird auch das vorüber gehen und danach hat man dann wieder etwas worauf man stolz sein kann! :-)

Sonntag, 19. Oktober 2008

Das Lernen hat begonnen... ;-)

Es ist Sonntag und eigentlich sollte ich jetzt noch gemütlich in meinem Bettchen liegen, aber ich fürchte diese Zeiten sind ersteinmal vorbei...
Nachdem bei uns schon das halbe Semester rum ist (irgendwie eine lustige Vorstellung, da in Deutschland die Uni gerade erst wieder beginnt!) und ich mir mit Innere und Chirurgie nicht gerade die kleinsten Fächer ausgesucht habe, muss ich wohl langsam aber sicher mal anfangen was für die Uni zu tun. Denn in 8 Wochen komme ich ja schon nach Deutschland und da möchte ich natürlich meine Zeit nicht mit Lernen verbringen! :-)
Also habe ich diese Woche fleißig an meiner Semeseraufgabe für den Sprachkurs gearbeitet. Herausgekommen ist dabei ein 5 Seiten langer Text über die Unterschiede des Medizinstudiums in Deutschland und Norwegen. Jetzt muss er nur noch fertig getippt und Korrektur gelesen werden. Nachdem dieser Punkt abgearbeitet ist kann ich mich nun meinem eigentlichen Studium widmen! Und nachdem ich mir erstmal einen kleinen Überblick verschafft habe sieht das Ganze auch schon wieder sehr viel positiver aus.
Aber neben der Lernerei bleibt natürlich auch noch Zeit, sein Erasmusleben zu genießen! Freitag Abend hat Sebastian zusammen mit Manuela (auch einer Erasmusstudentin, die am gleichen Tag Geburtstag hatte) seinen Geburtstag nachgefeiert. Und ich muss sagen, es war eine sehr sehr lustige Party! :-)
Gestern haben wir dann einen sehr gemütlichen Abend verbracht, da wir aufgrund von Schlafmangel doch ein wenig ko waren. Am späteren Nachmittag kamen Simone und Sebastian vorbei und wir haben L´auberge espagnole, also DEN Erasmusfilm geguckt!
Heute steht dann ersteinmal wieder Lernen an und was der Tag sonst noch so bringt, wird sich später zeigen...

Mir ist aufgefallen, dass ich ja noch gar keine Bilder aus Bergen auf den Blog gestellt habe. Schande über mein Haupt, ich gelobe Besserung und werde später mal welche hochladen!

Freitag, 17. Oktober 2008

Ein Blick aus meinem Fenster...

Nach meinem letzten Kurs für diese Woche sitze ich, wie ihr euch sicher unschwer denken könnt an meinem Schreibtisch und lasse mir die warme Herbstsonne auf den Bauch scheinen. Seit Anfang der Woche ist der Herbst in seiner schönsten Pracht zurückgekehrt! Strahlender Sonnenschein, der sich in den knallig bunten Farben der Bäume wiederspiegelt und dazu die kühle frische Luft die einem um die Nase weht. Einfach herrlich... Und damit ihr auch einen Eindruck davon bekommt, wovon ich hier eigentlich rede dürft ihr einen kleinen Blick aus meinem Fenster werfen!Ich hoffe das Wetter bleibt noch ein wenig so, bevor dann der kalte Winter Einzug hält! Aber da ich von nun an sowieso Lernen muss, ist es auch nicht so schlimm, dass Norwegen langsam aber sicher in den Winterschlaf fällt.

Dienstag, 14. Oktober 2008

In Bergen und auf den Bergen um Bergen herum...

Samstag Morgen hieß es also endlich: "Bergen, vi kommer!". Somit klingelte der Wecker zu der etwas unchristlichen Uhrzeit von 4:00 Uhr morgens... Nachdem ich mich totmüde unter die Dusche geschleppt hatte ging es schon viel besser und mit dem ersten Kaffee kam auch die Vorfreude. Pünktlich um 5:30 stiegen wir also bester Laune in den Bus ein, um eine Stunde später am Flughafen anzukommen. Nach einer weiteren Stunde saßen wir auch schon im Flieger nach Bergen.
In Bergen angekommen ging es ersteinmal in unser Hostel wo wir glücklicherweise unser eigenes Zimmer bekommen haben. Anschließend wurde dann bei einem gemütlichen Frühstück beratschlagt, was der Tag so bringen sollte. Nach einigem Hin- und Herüberlegen hatten wir uns für eine Wanderung auf den Bergen rund um Bergen entschlossen. Selbst die ab und zu aufkommenden schwarzen Wolken am Himmel konnten uns von diesem Vorhaben nicht mehr abbringen! Mit Proviant bepackt ging es mit der "Fløibanen" zunächst auf den gleichnamigen 342m hohen Aussichtspunkt über Bergen. Leider war es etwas diesig, sodass die Aussicht nicht ganz so überragend war, wie gewünscht. Aber es muss ja auch noch was für einen zweiten Bergenbesuch im nächsten Jahr übrig bleiben...
Vom Fløien aus haben wir uns dann auf die laut Reiseführer ca. 5 stündige Wanderung Richtung Ulriken aufgemacht. Die Wanderung führte uns durch wunderschöne Natur mit teils atemberaubenden Blick über Bergen und den Fjord. Da wir aber etwas naiv ohne Wanderkarte losgegangen waren und auch die Beschilderung zeitweise sehr zu wünschen übrig lies, kamen nach ca. 2 Stunden doch erste Zweifel auf, ob es sich wirklich um ein gutes Unterfangen handelte. Also entschlossen wir uns einen der vielen uns entgegenkommenden Jogger (ja Norweger sind wirklich verrückt und gehen in Bergen in denen wir uns noch im Schneckentempo vorwärts bewegen noch joggen...) nach dem Weg zu fragen! Dies stellte sich als sehr klug heraus. Uns wurde nämlich nicht nur gesagt, dass der Weg zum Ulriken noch mindestens weitere 3-4h (was im Nachhinein mindestens 8 gewesen wären!) dauern würde, sondern auch die Seilbahn von dort momentan außer Betrieb sei. Somit hat uns unser ungutes Gefühl vor einer Nacht in den Bergen bewahrt. Der angeblich ca. 1h lange Abstieg hinunter ins Tal dauerte dann doch noch fast 3 aber immerhin waren wir wieder wohlbehalten in der Zivilisation angekommen! :-)
Zur Erholung ging es danach erst einmal, zusammen mit dem inzwischen auch aus Kristiansand eingetroffenen Freund von Simone und dessen 4 weiteren Freunden, in ein weiteres Café. Später am Abend hat Andrew dann wieder einmal für alle ein köstliches Abendessen gezaubert bevor wir alle völlig erschöpft in unsere Betten gefallen sind.
Sonntag morgen stand dann Sightseeing auf dem Programm. Allerdings hatten wir nicht berücksichtigt, dass wir in Norwegen sind und hier ab Oktober eigentlich das ganze Land in Winterschlaf verfällt. Sämtliche (und das heißt bis auf ein einziges Museum wirklich ausnahmslos alle!!!) Sehenswürdigkeiten sind den ganzen Winter über geschlossen. Dementsprechend blieb nicht mehr viel Programm übrig. Also sind wir zunächst durch Bryggen, das alte Hanseviertel mit seinen kleinen Holzhäuschen, gelaufen. Anschließend ging es noch ein bisschen durch die in den Hang gebauten, gemütlichen Gässchen Bergens, bevor wir wiedereinmal in ein Café eingekehrt sind. Dieses Mal allerdings nicht irgendein Café sondern das beste Norwegens! Zumindest kommt hier der beste Kaffee her, denn die letzten beiden Jahre haben die Besitzer jeweils den norwegischen Wettbewerb um den besten Kaffee gewonnen. Anschließend haben wir die anderen zum Zug gebracht, sodass nur noch Simone, Sebastian und ich übriggeblieben waren! Nach einer kleinen Mittagspause haben wir uns dann noch die verbleibenden Sehenswürdigkeiten der Stadt zumindest von außen angguckt!
Am Montag haben wir uns als letztes noch Gamle Bergen (= altes Bergen) angeguckt, was sich allerdings als nicht sonderlich lohnenswert herausgestellt hat, da es sich lediglich um ein paar alte Holzhäuschen handelte. Der einzige Unterschied zu denen in der Stadt war, dass sie schon etwas verfallener und vergammelter aussahen! Nachdem nun auch die letzte Sehenswürdigkeit gesehen war ging es in einer 7 stündigen Zugfahrt zurück nach Bergen. Jetzt mag man sich fragen, warum wir nicht einfach wieder das Flugzeug genommen haben, aber die Zugfahrt selbst ist DIE Sehenswürdigkeiten zwischen Oslo und Bergen! Und wenn man ersteinmal die vielen vielen Tunnel hinter sich gelassen hat fährt man wirklich durch unglaublich beeindruckende Natur. Von Flußtälern über fast wüstenähnlich aussehende Flächen, vorbei an schneebedeckten Bergen bis die Sonner hinter einem dieser versinkt und man den Rest der Strecke zurück nach Oslo durch die stockfinstere Nacht fährt!

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Das haben wir uns verdient...

Nachdem Simone am Montag ihre Klausur geschrieben hat und ich meine anerkannten Journale zurückbekommen habe stand heute ein gemütlicher Mädelstag an... Und was ist bekanntlich die Lieblingsbeschäftigung von Frauen? - Shoppen! - Es hat auch nicht lange gedauert, bis ich fündig geworden bin! Habe mir ein paar neue Schuhe (an Mama: ja sie sind sogar gefüttert... ;-)) und einen Schal gekauft. Simone ist leider mit ihrer Hose nicht fündig geworden, aber man kann es auch positiv sehen: nur ein Grund wieder Shoppen zu gehen!
Erschöpft vom Shoppen haben wir uns dann im Onkel Donalds bei einem Kaffee gestärkt. Das Café ist wirklich sehr schön, aber leider sind wir etwas aufgefallen da alle anderen anwesenden Frauen kleine Kinder dabei hatten... Zumindest kam es uns so vor! Mit neuen Kräften haben wir es dann geschafft uns in die Bäckerei um die Ecke zu bewegen um dort noch eine kleine Leckerei zu uns zu nehmen. Und ich muss sagen, es war köstlich!
Um einige Kronen leichter aber allerbester Laune ging es dann, nach einem kleinen Abstecher in meine Wohnung, um meinen Reiseführer zu holen, zu Simone. Dort haben wir gekocht. (Ohje, ich merke gerade, dass man denken könnte, wir hätten nichts anderes gemacht als zu Essen! Aber zu unserer Verteidigung muss ich sagen es lagen ein paar Stunden dazwischen und alles war ganz gesund! ;-)) Auf jeden Fall gab es Lachs und Nudelsalat mit getrockneten Tomaten und Spinat. Anschließend haben wir dann unsere grauen Zellen noch ein wenig arbeiten lassen und uns ein mögliches Programm für Bergen überlegt. Herausgekommen sind dabei eine ca. 5 stündige Wanderung, eine Stadtbesichtigung und ein Besuch auf dem bekannten Fischmarkt. Mal gucken, was wir davon dann wirklich in die Tat umsetzen werden... Dazu gab es als kleinen Nachtisch noch selbstgemachte Apfelringe von Simones Eltern! (also an dieser Stelle einen besonderen Gruß: sie waren sehr sehr lecker und ich sehr fasziniert, dass man sie selber machen kann!) Einen kleinen Spaß mussten wir uns dann aber dennoch damit erlauben!
Alles in allem also ein perfekter Tag!!!

Dienstag, 7. Oktober 2008

Gratulerer med dagen Sebastian!

Gestern war Sebastians Geburtstag und wie sich das nach guter, alter deutscher Sitte gehört gab es natürlich auch einen Geburtstagskuchen. Nachdem ich zunächst vorhatte einen Käsekuchen zu backen, was aber an mangelnden Zutaten gescheitert ist, gab es eine Preiselbeertorte. Doch auch das hat sich schwieriger rausgestellt, als gedacht. Nachdem ich mühsam die Mandeln kleingehauen hatte (sowas wie gemahlene Mandeln kennt man hier nämlich nicht!) hat mir leider der Ofen einen Strich durch die Rechnung gemacht... Er hat nämlich keine Umluft und die Ober-und Unterhitze klappt nur bedingt. Deswegen ist der erste Kuchen leider daneben gegangen. Er war schon nach 10 Minuten komplett verbrannt und dabei gleichzeitig noch flüssig. Bei dem zweiten habe ich dann ein bisschen mehr aufgepasst und mit etwas Nachhelfen kam am Ende auch ein halbwegs ansehnlicher Kuchen raus.
Das Kaffeetrinken war dann sehr gemütlich und auch recht schnell vorbei, da Sebastians Eltern sich abends zu Besuch angemeldet hatten. Simone und ich haben uns dann eine Wohnung weiter bewegt und uns hier einen lustigen Abend gemacht. Sehnsüchtig unsere Lieblingsrestaurants in Bonn vermissend, (haben festgestellt, dass wir immer in die gleichen gehen, ein Wunder das wir uns noch nie gesehen haben) haben wir dann den Veggiebagel vom Bagel Brothers nachgebaut. Er hat auch mindestens genauso gut geschmeckt. *lecker* Und für die Weihnachtsferien haben wir auch schon einen Besuch im Meyer´s geplant...
Heute hatte ich dann mal wieder einen Tag mit unglaublich viel Uni. Angefangen hat er mit zwei Stunden Radiologie, was nicht gerade das spannendste Fach ist. Danach hatten wir dann gleich zwei Kurse PBL (problem based learning), da wir einen auf heute verschoben hatten. Aber es ging erstaunlich gut und wir waren dann auch nach gut zwei Stunden mit dem Stoff durch... Danach bin ich gespannt meine Journale abholen gegangen und siehe da: Godkjent! (Zugelassen!) Somit bin ich meiner Prüfung im Januar ein Stück näher gekommen... Und als kleines Dankeschön an meine netten Komillitonen, die mir ein wenig unter die Arme gegriffen haben werde ich sie denke ich mal zum Abendessen einladen. Ist auch eine gute Gelegenheit sich noch ein bisschen besser kennenzulernen und vielleicht auch mal außerhalb der Uni Kontakt zu ihnen zu bekommen!
Morgen steht dann eine kleine Shoppingtour mit Simone an, die nach ihrer Klausur gestern wieder Zeit für das soziale Leben hat. Und ich brauche dringend neue Schuhe, denn in mein einziges Paar Sneakers läuft seit neuestem von unten Wasser hinein! :-( Und das ist bei dem Wetter hier in Norwegen nicht sonderlich gut. Nachdem es letzte Woche ja nocheinmal richtig schön und warm war, ist inzwischen der Winter eingekehrt. Als ich gestern morgen meine Nase bei strahlendem Sonnenschein aus dem Fenster gestreckt habe ist sie fast erfroren. Bei ~ -5° waren die Wiesen vom Raureif weiß und die Autos komplett zugefroren!Es war wohl schonmal ein erster kleiner Vorgeschmack vom Winter und man darf gespannt sein wann der erste Schnee fällt!
Ansonsten habe ich gestern ganz unverhofft wieder ein Paket aus Deutschland bekommen. Diesmal von meinem Bruder Hjalmar! :-) Habe mich rießig gefreut! Dieses Mal waren neben Süßigkeiten und einer guten deutschen Salami noch Fotos (für meine inzwischen nicht mehr ganz so kahle Wand), ein Buch (für lange Winterabende) und ganz wichtig: eine Notfallkarte, falls ich den harten Winter hier nicht überstehe! Also nochmal vielen vielen Dank!

Samstag, 4. Oktober 2008

Das Wandern ist des Müllers Lust!


Donnerstag habe ich es endlich geschafft. Meine beiden Journale sind fertig und abgeschickt. Jetzt heißt es also gespannt darauf warten, ob sie auch wirklich anerkannt werden. Aber noch bin ich ganz zuversichtlich...
Gestern stand dann wieder einmal eine Unternehmung aus dem "special events - Programm" für Internationale Studenten an: ein Sleep in the woods! Jetzt könnte man vielleicht meinen, wir hätten wild irgendwo im Wald gecampt und übernachtet, aber ganz so verrückt sind nicht einmal die Norweger... ;-) Was sich dahinter wirklich verborgen hat war eine Hüttentour! Somit haben wir uns mittags mit Wanderrucksäcken bepackt auf den Weg zu der etwas 12 km entfernten Studenterhytta gemacht. Auf der etwa 3 stündigen Wanderung wurden wir dann leider wieder einmal vom Regen verfolgt, sodass wir ziemlich durchnässt und etwas durchgefroren in der Hütte ankamen. Diese war zu unserer Überraschung sehr sehr groß (aber was erwartet man auch von einer Hütte in der bis zu 60 Leute schlafen können) und zudem auch noch sehr gemütlich eingerichtet. Vor dem großen Kamin wurde einem dann auch schnell wieder warm oder wer wollte konnte sich in der angeschlossenen Sauna auch so richtig aufheizen.
In der Hütte haben wir dann eine sehr gemütliche Zeit verbracht: neue Leute kennenlernen, Karten spielen, Tanzen, oder wozu man auch immer Lust hatte.
Heute Mittag ging es dann gestärkt von einem ausgiebigen Frühstück zurück nach Oslo. Und dieses Mal war uns auch der Wettergott ein wenig wohlgesonnener denn zumindest sind wir trockenen Fußes hier angekommen.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Eine ereignisreiche Woche...


Nachdem ich festgestellt habe, dass mein letzter Eintrag schon über eine Woche her ist, wird es höchste Zeit von meiner sehr ereignisreichen Woche zu berichten...
Angefangen hat es am Mittwoch mit meinem ersten norwegischen Journal. Nachdem ich ziemlich aufgeregt und mit etwas schlotternden Knien in der Klinik angekommen war, ging zunächst einmal die Suche nach einem geeigeneten Patienten los. Nachdem sie uns auf der Lungen- und Herzstation unverrichteter Dinge wieder weggeschickt haben, sind wir schließlich auf einer gastrologischen Station fündig geworden. Der Patient war ein sehr netter älterer Mann und nachdem ich ihm erklärt hatte, dass ich aus Deutschland komme hat er sich sehr viel Mühe gegeben langsam und deutlich mit mir zu reden. Mit ein klein wenig Hilfe meines norwegischen Kommilitonen hat es dann auch ganz gut geklappt. Somit kam ich am Mittwoch unglaublich stolz, es geschafft zu haben und bester Laune aus dem Krankenhaus.
Donnerstag hatte ich zunächst einmal 8 Stunden Anästhesiepraktikum. Da ich in Deutschland bereits eine Famulatur in diesem Fachbereich gemacht hatte konnte ich sogar mit ein wenig Fachwissen glänzen. Und auch die praktischen Dinge wie Zugänge legen oder Intubieren haben ganz gut geklappt. Nachdem der "Maratondag" vorbei war, hieß es nur noch wenige Stunden auf meinen ersten Besuch aus Deutschland warten. Und mit etwas Verspätung ist Julia dann Donnerstag Abend auch wohlbehalten hier in Oslo angekommen.
Freitag stand dann, nachdem ich morgens noch in die Uni musste, ersteinmal das standard Sightseeing-Programm auf dem Plan: Carl-Johanns gate, Stortinget, Nationaltheater und das königliche Schloss! Von dort ging es weiter zur Aker Brygge, Oslo´s Flaniermeile am Hafen. Dort haben wir uns einmal mehr das gute Mövenpick Eis gegönnt. Nachdem wir ein wenig die Hafenpromenade entlanggeschlendert waren ging es weiter zum Akershus slot um von dort zur Oper zu gehen. Als letzter Punkt der Sightseeingtour stand dann noch die Fahrt hinauf zum Holmenkollen auf dem Programm. Dort mussten wir aber leider feststellen, dass er wegen den beginnenden Abrissarbeiten bereits nicht mehr zu besichtigen ist. Somit werden wohl alle kommenden Besucher dieses Wahrzeichen Oslos nicht mehr selbst in Augenschein nehmen können. Abends waren wir dann zusammen mit Sebastian etwas trinken. In Grünerløkka angekommen, wollten wir einmal mehr ins Fru Hagen. Aber nicht einmal mein Name (der Türsteher musste schon ein wenig schmunzeln) konnte uns in der völlig überfüllten Bar einen Platz verschaffen. Somit sind wir letztendlich in einer Bar in der Stadt gelandet in der Sebastian eine zwar bezahlbare, aber dafür winzige Pizza gegessen hat.
Samstag stand dann ersteinmal ein gemütliches Frühstück mit frischen Brötchen, Eiern, Melone und dem typisch norwegischen Geitost auf dem Programm. Gut gestärkt haben Julia und ich uns dann auf den Weg zum Vigelandspark gemacht. Nachdem wir uns an der etwas gewöhnungsbedürftigen Kunst satt gesehen hatten ging es mit der Fähre zu einer kleinen Rundfahrt hinaus auf den Oslofjord. Abends waren wir dann zusammen mit meinen Freunden das erste Mal richtig in Oslo weg. Der Club entsprach zwar nicht ganz meinem Geschmack und auch an die etwas aufdringliche Art der Norweger (völlig unerwartet, da sie sonst die Schüchternheit in Person sind....) muss man sich ersteinmal gewöhnen. Aber es war ein sehr lustiger Abend.
Sonntag haben Julia und ich dann einen Ausflug aus Oslo hinaus unternommen. Unser Ziel hieß Drøbak und ist das Zuhause des norwegischen Weihnachtsmanns. Sicherlich nicht ganz so imposant wie im Winter, aber in dem Haus lies sich dann doch der ein oder andere Julenisse finden, denn so heißt der Weihnachtsmann hier.
Montag habe ich Julia dann mit in meine Vorlesung genommen. Was der Dozent erzählt hat konnte sie zwar nicht verstehen, aber ein bisschen lesen kann man selbst ohne norwegische Vorkenntnisse. Danach sind wir ein bisschen durch die Stadt geschländert. Am Nachmittag habe ich ihr dann bei strahlendem Sonnenschein noch unseren liebgewonnenen Sognsvann gezeigt und Julia hat sich auch prompt in die schöne Natur verliebt. Am Abend gab es dann bei Mareike in der WG eine "Hamburger-Partie".
Gestern war dann auch schon der letzte Tag Julia´s Besuches. Dort stand zum Abschluss noch ein Besuch in der Nationalgalerie auf dem Besuch, wo auch einer der 4 Gemälde "Der Schrei" von Edvard Munch ausgestellt ist. Die Bilder waren zum Teil sehr beeindruckend, aber ich muss ehrlich gestehen, dass mir ein wenig das Hintergrundwissen in Sachen Kunst fehlt... Anschließend ging es noch einmal zum Hafen um frische Garnelen für das Abendessen zu kaufen. Also habe ich auf meinem besten Norwegisch versucht mit dem Fischer auszudiskutieren, wie viele Garnelen ich denn für 4 Personen bräuchte, da Thomas und Sebastian auch zum Essen da waren. Und ich muss sagen es hat gut geklappt, denn bis auf 10 Stück haben wir sie am Abend dann auch tatsächlich alle verputzt. Dazu muss man sagen, dass Garnelen hier in Norwegen wesentlich billiger sind als in Deutschland und ich für knapp anderthalb Kilo umgerechnet nur 17 Euro bezahlt habe! Es war auf jeden Fall ein köstliches Abschiedsessen mit mediterranem Gemüse, Weißbrot, Garnelen und selbstgemachter Ajoli! Als Nachtisch haben wir dann, während wir gemütlich auf dem Sofa ein Video geguckt haben, Eis gegessen.
Heute Morgen habe ich Julia dann nach einer wunderschönen gemeinsamen Woche wieder zum Bus gebracht um anschließend in die Klinik zu fahren und mein zweites Journal aufzunehmen, was zum Abschluss einer parfekten Woche auch noch gut geklappt hat!