Eigentlich sollte ich gerade fleißig hinter meinem Schreibtisch sitzen und büffeln, aber heute ist einfach der totale Wurm drin und es will einfach so gar nichts in meinen Kopf... :(
Da dachte ich mir, dann kann ich meine Zeit auch nutzen und ein bisschen vom Wochenende berichten.
Freitag Mittag kam Hilke aus Schwerin angedüst. Nachdem wir ihre Sachen bei mir abgeladen und einen Kaffee getrunken haben ging es mit der Fähre zur Hovedøya.

Bei strahlendem Sonnenschein und einem gemütlichen Picknick haben wir die wunderschöne Natur rund um Oslo genossen.
Nachdem wir gegen Abend genug vom Sonnenbaden hatten ging es zurück in die Stadt, wo dann noch ein kleiner Abstecher zur Oper auf dem Programm stand. Ausklingen lassen haben wir den Abend dann ganz gemütlich in einer Kneipe im Klostergang der alten Domkirche.
Samstag stand dann bei leider nicht mehr ganz so schönem Wetter zunächst wieder Sightseeing an: Vigelandspark, Schloss, Nationaltheater und das Stortinget... Nach so viel Kultur war es dann ersteinmal wieder Zeit für eine Kaffeepause. Auf den wiedereröffneten Loungebooten an der Akerbrygge haben wir dann in der inzwischen auch wieder zum Vorschein gekommenen Sonne ein wenig gechillt.

Am späten Nachmittag ging es dann wieder gen Heimat, den am Abend stand die Abschiedsfeier von Michi und Steffi an, die am Montag leider schon gen Heimat abgedüst sind...
Auch das Wetter hat unseren Grillplänen einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass wir die Party kurzerhand bei mir in die Wohnung verlegt haben. Zunächst gab es in etwas kleinerer Runde noch gute deutsche Bratwürstchen, die Michi´s Bruder Thomas uns netterweise aus Deutschland importiert hatte! *lecker*Anschließend ging es dann in das typische Vorspiel über und wir hatten beim Mäxchen spielen alle unglaublich viel Spaß.

Gegen halb 12 sind wir dann tatsächlich mal wieder gen Stadt aufgebrochen. Nachdem uns der erste Club, für den wir auch noch 100 Kronen Eintritt gezahlt hatten vom Publikum leider so gar nicht gefiel, ging es in einen weiteren direkt um die Ecke. Dieser hat zwar nichts gekostet, aber auch dort waren die Leute teilweise etwas merkwürdig und die Musik furchtbar laut. Dennoch sind wir dann dort geblieben und haben dort einen der wenigen Discoabende verbracht...
Gegen 3 Uhr lagen wir dann auch totmüde in den Federn, doch leider sollte uns nicht viel Schlaf vergönnt sein.

Denn am nächsten Tag war der 17. Mai - sprich Norwegens großer Nationalfeiertag! Und wie sich das typisch norwegisch gehört, gab es um 9 ersteinmal ausgiebiges Frühstück bei Sebastian mit Lachs, Krabben und vielen anderen Leckereien. Danach ging es dann in Festagskleidung in die Stadt zum Barnetoget, dem berühmten Umzug der Osloer Schulen. Nachdem wir uns irgendwann zwischen hunderten stolzer Eltern und Großeltern, die natürlich alle Bilder von ihren Sprösslingen machen wollten bis in die erste Reihe vorgekämpft hatten, hat man eigentlich erst einen richtigen Eindruck des Spektakels bekommen, denn es ist schon imposant, wenn 4 Stunden lang tausende von Kindern fahnenschwänkend hinauf zum Schloss wandern, wo ihnen der König fröhlich zuwinkt.


Und auch eine ganze Stadt in Anzug und Trachten zu sehen, hat wirklich etwas...

Nach einiger Zeit sehnt man sich aber doch danach seine Beine wieder ein bisschen zu vertreten. Somit haben wir beschlossen uns auf die Suche der anderen zu machen, die wir entweder vorher in dem Gewusel verloren hatten oder noch gar nicht gefunden haben. Dies hat sich allerdings schwerer als gedacht herausgestellt, aber am Ende haben sich dann doch alle wiedergefunden. Am Nachmittag haben sich dann die Wege ein wenig getrennt, ein Teil blieb weiter in der Stadt während Hilke und ich zusammen mit den Österreichern und ihren Besuch an den Strand nach Bygdöy gefahren sind um das schöne Wetter noch ein wenig zu genießen.
Ja und Abends hieß es dann leider auch Abschied nehmen, aber ich bin mir sicher, dass ich Michi und Steffi wiedersehen werde. Zum einen weil Michi´s Familie ja in Düsseldorf wohnt, aber den beiden sicher auch in näherer Zukunft mal einen Besuch im schönen Österreich abstatten.
Den Abend haben Hilke und ich dann ziemlich müde gammelnd auf dem Sofa verbracht, bevor sie am nächsten Morgen wieder gen Heimat aufgebrochen ist während ich in die Klinik gefahren bin. Dort habe ich ein wenig gelernt und zusammen mit Thommy, einem Kommilitonen von mir die Präsentation vorbereitet, die wir heute halten mussten. Diese lief auch ganz gut und somit kann ich endlich einen Schlussstrich unter das Thema Patientenjournale ziehen, denn das heute war nun wirklich der letzte und die anderen sind auch alle anerkannt worden! :)
Morgen werde ich dann nochmal einen Megalerntag einlegen bevor Donnerstag dann auch schon Sören und Julia zu Besuch kommen.
Es bleibt also kaum Zeit zum Luftholen und schon gar nicht, seine Gehirnzellen mit Nahrung zu füttern... ;-)