So, es wird wieder Zeit einen kleinen Bericht zu schreiben. Aber nachdem ich von Mitte Febraur bis Mitte März Dauerprogramm hatte stand in den letzten zwei Wochen ein wenig relaxen auf dem Programm. Nachdem wir aus Finse zurück waren, ist die Woche über eigentlich nichts berichtenswertes passiert: Uni, Notafnahme und schlafen, schlafen, schlafen!
Freitag Abend war ich dann mit den Österreichern unterwegs. Zusammen mit Sebastian, Steffi, Michael und dessen Cousine waren wir zunächst bei Peppes Pizza essen. Danach ging es dann in den Irish Pub. Eine kleine gemütliche Bar in der es dann sogar noch irische Livemusik gab. :-) Zufällig haben wir dann auch noch einen der Gefäßchirurgen aus meinem Krankenhaus getroffen, den Steffi von einem ihrer Praktika her recht gut kannte. Und offensichtlich sahen wir nach unserer ersten Runde Bier so geschockt von den Preisen aus (Wir hatten schon überlegt ein Foto von der Rechnung zu machen: ein Bier 80 Kronen = 9 Euro!!!) dass er uns dann für den Rest des Abends eingeladen hat und jeglichen Protest unsererseits ignoriert hat. Somit wurde es ein sehr lustiger Abend.
Sonntags kamen dann Steffi und Michael nachmittags zu mir und wir haben zu dritt versucht uns unsere Langeweile zu vertreiben. Nach einigen Kartenspielen hat es uns dann aber doch noch vor die Tür gelockt und wir haben einen kleinen Spaziergang am Meer gemacht, das oh Wunder an manchen Stellen immer noch zugefroren ist. :-)
Danach haben wir noch lecker gekocht und uns mit einem James Bond Film den Abend vetrieben.
Diese Woche verlief dann auch wieder recht unspektakulär. Freitag war ich wieder bei Steffi und Michael, was wie immer sehr lustig war, aber da ich seit mitte der Woche eine Erkältung habe, ist es nicht allzu spät geworden.
Gestern war dann bei Sebastian großes Essen angesagt. Neben den beiden Schottinen und mir waren noch Stian, Vegard, Markus und Matthias da. Nach leckerem Essen und einem typischen Vorspiel wurden wir drei Mädels dann in ein paar der Homosexellenclbs hier in Oslo mitgenommen. Für uns alle drei war es das erste Mal und es war sehr amüsant und interessant... Wir hatten auf jeden Fall alle unseren Spaß! Und nachdem sie uns dann heute Nacht noch eine Stunde geklaut haben, war ich dann auch erst um halb 5 im Bett. Dementsprechend war ich heute ko und habe nur ein bisschen Ordnung geschafften, denn morgen kommt Simone und mit ihrem Besuch beginnen wieder zwei völlig verplante Wochen, auf die ich mich aber rießig freue!!!
Für alle die irgendwann versuchen wollen Kontakt in der Zeit aufzunehmen hier mal die Daten:
Montag-Donnerstag: Simone zu Besuch
Freitag-Dienstag: Linda zu Besuch
Freitag bis Montag: Stockholm
So, dass soll es ersteinmal wieder gewesen sein! Und falls in dem Text ein paar "u´s" fehlen bitten Nachsicht haben, die Taste auf der Tastatur funktioniert nicht mehr so ganz...
Sonntag, 29. März 2009
Mittwoch, 18. März 2009
Skiseil in Finse - einfach fantastisch!
Freitag Nachmittag um 16:07 Uhr ging das Abenteuer Skiseil los, als wir pünktlich in den Zug stiegen, der uns nach Finse, einem 300 Seelen Dorf mit dem höchst gelegenen Bahnhof in Nordeuropa bringen sollte. Nach gut 4,5 h Fahrt endete die Zugfahrt irgendwo in einem Meer aus Schnee...
Zumindest konnte man bei Nacht den Eindruck gewinnen, das man im absoluten Nirgendwo gelandet war, das dazu noch im Schnee versunken war. Denn dies hat man spätestens auf dem nur 500 Meter langen Fußweg zur Finsehütte festgestellt, auf dem man bei jedem Schritt bis zu den Knien im Schnee versunken ist! Und auch die Fenster unseres Zimmers im 2. Stock waren komplett zugeschneit!Nach einem leckeren Abendessen ging es dann aber auch recht zeitig ins Bett, da am nächsten Tag ja große Ereignisse bevorstanden.
Am nächsten Morgen wurden wir dann von strahlendem Sonnenschein geweckt, der die Landschaft in einem unvorstellbaren Glanz erstrahlen lies. Zu unserer Enttäuschung war es aber leider absolut windstill. Somit gab es ersteinmal ein wenig Theorie und ein paar Stund
en in denen wir nach langer Zeit ein Sonnenbad genossen haben,
bevor am Nachmittag der Wind zumindest soweit auffrischte, das es für ein paar erste Versuche am Skiseil reichte. Nach ein paar Trockenübungen ging es dann auch relativ schnell auf die Skier! Es ist schon beeindruckend, sich von einem Drachen durch eine einsame "Schneewüste" ziehen zu lassen, in der außer ein paar Bergen nichts zu sehen ist...Am Sonntag hatten wir dann mit dem Wind etwas mehr glück und somit wurde aus einer langsamen und gemütlichen Spazierfahrt ein rasantes Abenteuer. Der Wind war am Ende so stark, dass man die Drachen kaum noch lenken konnte und einige ein paar hundert Meter von unserem Lager abgetrieben wurden und nicht mehr zurückkamen. Somit hieß es Drachen zusammenlegen und zu Fuß zurück stapfen, was mit Slalomskiern einer kleinen Tortur gleich kommt... Nachdem wir dann aber auch etwas kleinere Drachen umgestiegen waren konnte man dem Wind trotzen und es war einfach nur ein rießen Spaß!!! Leider war der Spaß nach zwei Tagen viel zu schnell zu Ende. Wobei, wenn ich an den Muskelkater denke, den ich seit Montag habe, war es vielleicht ganz gut, dass es nur zwei Tage waren... Auf jeden Fall war es ein großartiges Wochenende und ich glaube wir waren uns alle einig, dass das wahrscheinlich nicht das letzte Mal mit Skikiten/Skiseil war.

Dienstag, 10. März 2009
Purimfest
Gestern Abend stand wieder einmal Interkulturelles auf dem Program, das jüdische Purimfest. Márton, der selbst jüdisch ist, hatte dieses zusammen mit einer anderen organisiert und uns alle dazu eingeladen. Dabei handelt es sich um ein etwas dem Karneval vergleichbares Fest. Normalerweise verkleiden sich die Leute auch wie wir das vom Karneval kennen, was gestern aber nur ein ganz paar gemacht hatten. Alles in allem war es auch eher ein gemütliches Fest, aber trotzdem sehr nett.
Vorher hatten Charlotte, Rosie und ich uns noch bei Charlotte getroffen. Eigentlich wollte auch Sebastian noch kommen, der aber auf Grund von Kopfschmerzen absagen musste. Somit hatten wir ungeplanter Weise eine reine Mädelsrunde. Dabei hatten wir so viel Spaß, dass wir gleich beschlossen haben, wir müssten öfters Mädelsabende machen!
Heute stehen dann erst einmal Putzen, Waschen und solche Dinge an und anschließend werde ich noch mit Rosie zum Sport gehen. Und dann werde ich mich noch ein bisschen mit den Anamnesen auseinandersetzen, denn morgen geht es in die Akuttmotak, sprich die Notaufnahme!
Vorher hatten Charlotte, Rosie und ich uns noch bei Charlotte getroffen. Eigentlich wollte auch Sebastian noch kommen, der aber auf Grund von Kopfschmerzen absagen musste. Somit hatten wir ungeplanter Weise eine reine Mädelsrunde. Dabei hatten wir so viel Spaß, dass wir gleich beschlossen haben, wir müssten öfters Mädelsabende machen!
Heute stehen dann erst einmal Putzen, Waschen und solche Dinge an und anschließend werde ich noch mit Rosie zum Sport gehen. Und dann werde ich mich noch ein bisschen mit den Anamnesen auseinandersetzen, denn morgen geht es in die Akuttmotak, sprich die Notaufnahme!
Mama und Elke zu Besuch
Am nächsten Morgen musste ich zunächst noch einmal kurz in die Uni, bevor wir uns auf eine erste Erkundungstour durch Oslo machten. Bei leider nicht perfektem Wetter (aber immerhin hat es am ersten Tag noch nicht geschneit!) ging es zunächst zum Vigelandspark. Die nächste Station war Aker Brygge, wo wir schon mal Ausschau nach einem Restaurant für den Abend gehalten hatten. Leider hat keiner daran gedacht einen Tisch zu reservieren, sodass wir am Abend keinen Platz mehr bekamen und uns ein neues Plätzchen suchen mussten. Nachdem wir also die Hafenpromenade entlang geschländert waren ging es weiter zum Friedensnobelpreiszentrum. Ich hatte schon von vielen gehört, dass es ein sehr schönes Museum sein soll, war aber selbst vorher noch nicht dort. Somit habe ich an diesem Wochenende auch etwas neues gesehen und ich muss sagen, es ist meinen Erwartungen vollkommen gerecht geworden und ein wirklich empfehlenswertes Museum.
Im Anschluss sind wir dann durch das alte Festungsgelände spaziert um danach in der bereits bekannten Bäckerei eine kleine Stärkung zu uns zu nehmen. Mit neue geladenen Akkus ging es dann zum königlichen Schloss, von dem aber sowohl Mama als auch Elke ein wenig enttäuscht waren, denn es ist wirklich nur ein kleiner viereckiger Kasten, der von weitem wesentlich imposanter wirkt als wenn man davor steht. Dennoch gehört es natürlich zu einer vollständigen Stadtführung dazu. Von dort aus ging es die berühmte Carl Johans Gate hinuter Richtung Hauptbahnhof, vorbei an der alten Universität, dem Nationaltheater und dem Parlament. Ein paar Schuhläden haben wir unterwegs dann aber auch noch einen Besuch abgestattet. Zu Mamas Enttäuschung wollte ich aber keine Gummistiefel haben. ;-) Als letzter Tagespunkt stand dann noch die Oper an.
Nachdem wir uns den ganzen Tag die Füße platt gelaufen hatten, ging es abends zusammen mit Sebastian, der noch nachgekommen war zum Essen ins Café Sorgenfri. Es war sehr lecker!!! Also vielen Dank nochmal Mama! :-)
Am nächsten Tag schneite es wieder einmal. Somit waren wir froh, dass eher die Indoor Aktivitäten auf dem Program standen. Zunächst ging es ins Parlament. Nachdem man einen Sicherheitscheck wie am Flughafen hinter sich gebracht hatte durften wir eine Stunde lang einer zweisprachigen (norwegisch/englisch) Führung lauschen, bei dem uns neben der Geschichte der norwegischen Demokratie die Räumlichkeiten gezeigt wurden. Sehr interessant!
Im Anschluss ging es dann in die Nationalgalerie. Ich hatte schon kurz überlegt in der Zwischenzeit etwas andere zu unternehmen, da es bereits mein dritter Besuch in 4 Monaten war, aber habe mich dann doch entschieden mitzugehen. Und zu meiner Überraschung und Freude gab es sogar etwas Neues zu sehen. Momentan gibt es eine Sonderausstellung über das Bild "Et syke barn" von Edvard Munch, die sehr interessant war. Und auch die restlichen Munchbilder wurden in der Zwischenzeit ausgetauscht, sodass ich mich an neuen Bildern erfreuen konnte.
Nach dem Besuch der Nationalgalerie wollten wir eigentlich ins fru Hagen. Leider war es wie immer überfüllt, sodass wir uns ein anderes Café suchen mussten. Danach ging es dann zurück nach Hause, wo wir Abends leckere Krabben gegessen haben. Leider ging es ansonsten etwas chaotisch in unserer Wohnung zu. Ulf hat seine letzten Sachen abgeholt, und Håkon, mein neuer Mitbewohner ist gleichzeitig eingezogen. Aber es war dennoch ein lustiger Abend. Nachdem Mama und Elke bereits geschlafen haben, haben wir auf dem neuen Plasmafernseher von Håkon zunächst zu 8 (der Bruder von Ulf war noch mit Freundin hier und eine Freundin von Håkon) einen Film geguckt und anschließend noch in der Küche gesessen und gespielt. Ich habe mich dann gegen kurz nach 2 ins Bett verzogen, aber die Anderen haben anscheinend noch bis halb 6 weitergefeiert...
Am Sonntag sind Mama und Elke dann leider schon wieder gefahren. Die Zeit mit Beusch geht immer rasend schnell um. Aber es war sehr schön und zumindest Mama werde ich Ostern ja schon wiedersehen, diesmal dann in Stockholm.
Donnerstag, 5. März 2009
Höchste Zeit, die Welt wieder auf den neuesten Stand zu bringen!!!
Puh, da schreibt man einmal zwei Wochen lang keinen Eintrag und schon weiß man nicht mehr, wo man mit Erzählen anfangen soll!
Angenfangen hat es mit der Hüttentour in die Nähe von Veggli, einem kleinen Dörfchen nordwestlich von Oslo. Zusammen mit Steffi, Elke und Kjersti, deren Familie die Hütte gehört, haben wir uns Freitag Nachmittag auf den ca. 3 stündigen Weg gemacht. Auch die Bedenken, das Murli (so wird der VW-Bus von Steffi und Michael liebevoll genannt) unterwegs unter zu viel Eis und Schnee schlapp machen könnte, wurden nicht bestätigt. Gegen Abend kamen wir also voller Vorfreude auf ein gemütliches Mädelswochenende und bester Laune irgendwo im Nirgendwo an. Den im Dunkeln wirkte es wirklich so, als wäre man weit und breit der einzige Mensch. Die Hütte hatte entgegen meinen Erwartungen auch einen wirklich guten Standard. Abgesehen von einem Plumpsklo und dem nicht vorhandenen Strom (bzw. nur für Notfälle) war die Hütte unglaublich gemütlich eingerichtet. Und dank eines alten Kachelofens war sie auch schnell warm.
Von Steffi habe ich mir dann abends noch eine ganze Reihe Sternenbilder erklären lassen. Man glaubt gar nicht wie viele Sterne es eigentlich wirklich gibt, die man hier in den Städten niemals sieht, weil es viel zu hell ist! Ich habe noch nie einen so atemberaubenden Sternenhimmel gesehen: Hunderte von Sternen!
Am Samtag haben wir uns dann auf eine typisch norwegische Langlauftur begeben. Elke, die vorher noch nie auf Langlaufskiern gestanden hat, hat sich tapfer geschlagen und am Ende hatten wir gut 12 km hinter uns gebracht. Zwischendurch haben wir noch ein gemütliches Lagerfeuer im Schnee gemacht und uns am Feuer und dem mitbegrachten Tee wieder ein bisschen aufgewärmt. Sonntags wollten wir dann eigentlich mit den Langlaufskiern auf das Plateau der Hochebene aufsteigen. Leider waren die Witterungsbedingungen nicht sonderlich gut, eher gesagt hat es schon fast ein wenig gestürmt, sodass wir den Gipfel leider nicht erreicht haben... Es war trotzdem sehr sehr schön! Anschließend ging es dann wieder zurück nach Oslo.
Aber auch die Tage in Neuwied und Umgebung sollten sich als nicht wirklich erholsam rausstellen. Nachdem ich mit Mama Donnerstags ein wenig unterwegs war und mir einen Skihelm und eine neue Skibrille gekauft hatte, ging es für mich nach Bonn. Dort habe ich zunächst meinen Krempel bei Simone abgeliefert um anschließend zusammen mit ihr ins Meyer´s zu gehen, wo der Rest wartete. Kathrin, die ein halbes Jahr in Spanien Erasmus gemacht hat, war 3 Tage vorher auch zurückgekommen, sodass es ein großes Wiedersehen gab. Bis Mitternacht saßen wir noch dort und haben uns bei einem guten und noch erfreulicher, auch erschwinglichen Kölsch von den neuesten Ereignissen berichtet. Es war fast wie früher, mit dem kleinen Manko, dass noch 3 gefehlt haben!
Der Freitag war dann genauso verplant wie der Tag zuvor: Treffen mit Julia, Kaffee trinken mit Benny und anschließend ging es dann zur anderen Julia (ich muss sagen, ich habe wirklich zu viele Freundinnen mit dem Namen Julia ;-)) Dort hat sie zunächst ein super leckeres Essen gezaubert, bevor noch Kathrin und Beri jeweils mit ihren Freunden kamen. Später ging es dann ins Nachtrauschen, wo wir bis ca. halb 4 getanzt haben um anschließend, nach einer kleinen Stipvisite im Blow up, noch gemäß guter alter Traditionen eine Pizza bei Calador gegessen haben.
Samstag Mittag ging es dann wieder zurück nach Neuwied, wo inzwischen auch mein Papa und mein Bruder Hjalmar eingetroffen waren. Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken, ging es abends zusammen mit unserer Nachbarin Helma zum Essen nach Koblenz. *Lecker* So ein paar Dinge vermisst man hier in Norwegen eben doch und das ab und zu Essen gehen gehört mit Sicherheit dazu! Von dort aus ging es für mich noch weiter in das Koblenzer Nachtleben, wo ich mich mit Linda getroffen habe und wir noch gemütlich etwas trinken waren.
Den Sonntag habe ich dann ganz gemütlich zusammen mit meiner Familie verbracht, bevor es Montag auch schon wieder zurück nach Oslo ging.
Gestern Abend kamen dann noch die drei Österreicher (Steffi, Michael und Sebastian) sowie Márton zum Essen vorbei und wir haben endlich unsere Skitour geplant. Nachdem wir ursprünglich vorhatten nach Hemsedal in das größte Skigebiet Norwegens zu fahren, haben sich unsere Pläne ein wenig geändert. Vom 13.-15. März werden wir nun nach Finse fahren. Dies ist der höchstgelegenen Ort in der Hardanagervidda, welches Europas größte Hochebene ist.
Heute kommt dann auch schon wieder der nächste Besuch: meine Mama und Elke! Auch wenn sich das Wetter leider nicht von seiner Beuscherfreundlichen Seite zeigt, werden wir sicher sehr schöne Tage hier verbringen!
Das war es dann ersteinmal wieder aus dem hohen Norden und ich werde versuchen, wieder ein wenig regelmäßiger zu berichten!
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