Puh, da schreibt man einmal zwei Wochen lang keinen Eintrag und schon weiß man nicht mehr, wo man mit Erzählen anfangen soll!
Angenfangen hat es mit der Hüttentour in die Nähe von Veggli, einem kleinen Dörfchen nordwestlich von Oslo. Zusammen mit Steffi, Elke und Kjersti, deren Familie die Hütte gehört, haben wir uns Freitag Nachmittag auf den ca. 3 stündigen Weg gemacht. Auch die Bedenken, das Murli (so wird der VW-Bus von Steffi und Michael liebevoll genannt) unterwegs unter zu viel Eis und Schnee schlapp machen könnte, wurden nicht bestätigt. Gegen Abend kamen wir also voller Vorfreude auf ein gemütliches Mädelswochenende und bester Laune irgendwo im Nirgendwo an. Den im Dunkeln wirkte es wirklich so, als wäre man weit und breit der einzige Mensch. Die Hütte hatte entgegen meinen Erwartungen auch einen wirklich guten Standard. Abgesehen von einem Plumpsklo und dem nicht vorhandenen Strom (bzw. nur für Notfälle) war die Hütte unglaublich gemütlich eingerichtet. Und dank eines alten Kachelofens war sie auch schnell warm.
Von Steffi habe ich mir dann abends noch eine ganze Reihe Sternenbilder erklären lassen. Man glaubt gar nicht wie viele Sterne es eigentlich wirklich gibt, die man hier in den Städten niemals sieht, weil es viel zu hell ist! Ich habe noch nie einen so atemberaubenden Sternenhimmel gesehen: Hunderte von Sternen!
Am Samtag haben wir uns dann auf eine typisch norwegische Langlauftur begeben. Elke, die vorher noch nie auf Langlaufskiern gestanden hat, hat sich tapfer geschlagen und am Ende hatten wir gut 12 km hinter uns gebracht. Zwischendurch haben wir noch ein gemütliches Lagerfeuer im Schnee gemacht und uns am Feuer und dem mitbegrachten Tee wieder ein bisschen aufgewärmt. Sonntags wollten wir dann eigentlich mit den Langlaufskiern auf das Plateau der Hochebene aufsteigen. Leider waren die Witterungsbedingungen nicht sonderlich gut, eher gesagt hat es schon fast ein wenig gestürmt, sodass wir den Gipfel leider nicht erreicht haben... Es war trotzdem sehr sehr schön! Anschließend ging es dann wieder zurück nach Oslo.
Aber auch die Tage in Neuwied und Umgebung sollten sich als nicht wirklich erholsam rausstellen. Nachdem ich mit Mama Donnerstags ein wenig unterwegs war und mir einen Skihelm und eine neue Skibrille gekauft hatte, ging es für mich nach Bonn. Dort habe ich zunächst meinen Krempel bei Simone abgeliefert um anschließend zusammen mit ihr ins Meyer´s zu gehen, wo der Rest wartete. Kathrin, die ein halbes Jahr in Spanien Erasmus gemacht hat, war 3 Tage vorher auch zurückgekommen, sodass es ein großes Wiedersehen gab. Bis Mitternacht saßen wir noch dort und haben uns bei einem guten und noch erfreulicher, auch erschwinglichen Kölsch von den neuesten Ereignissen berichtet. Es war fast wie früher, mit dem kleinen Manko, dass noch 3 gefehlt haben!
Der Freitag war dann genauso verplant wie der Tag zuvor: Treffen mit Julia, Kaffee trinken mit Benny und anschließend ging es dann zur anderen Julia (ich muss sagen, ich habe wirklich zu viele Freundinnen mit dem Namen Julia ;-)) Dort hat sie zunächst ein super leckeres Essen gezaubert, bevor noch Kathrin und Beri jeweils mit ihren Freunden kamen. Später ging es dann ins Nachtrauschen, wo wir bis ca. halb 4 getanzt haben um anschließend, nach einer kleinen Stipvisite im Blow up, noch gemäß guter alter Traditionen eine Pizza bei Calador gegessen haben.
Samstag Mittag ging es dann wieder zurück nach Neuwied, wo inzwischen auch mein Papa und mein Bruder Hjalmar eingetroffen waren. Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken, ging es abends zusammen mit unserer Nachbarin Helma zum Essen nach Koblenz. *Lecker* So ein paar Dinge vermisst man hier in Norwegen eben doch und das ab und zu Essen gehen gehört mit Sicherheit dazu! Von dort aus ging es für mich noch weiter in das Koblenzer Nachtleben, wo ich mich mit Linda getroffen habe und wir noch gemütlich etwas trinken waren.
Den Sonntag habe ich dann ganz gemütlich zusammen mit meiner Familie verbracht, bevor es Montag auch schon wieder zurück nach Oslo ging.
Gestern Abend kamen dann noch die drei Österreicher (Steffi, Michael und Sebastian) sowie Márton zum Essen vorbei und wir haben endlich unsere Skitour geplant. Nachdem wir ursprünglich vorhatten nach Hemsedal in das größte Skigebiet Norwegens zu fahren, haben sich unsere Pläne ein wenig geändert. Vom 13.-15. März werden wir nun nach Finse fahren. Dies ist der höchstgelegenen Ort in der Hardanagervidda, welches Europas größte Hochebene ist.
Heute kommt dann auch schon wieder der nächste Besuch: meine Mama und Elke! Auch wenn sich das Wetter leider nicht von seiner Beuscherfreundlichen Seite zeigt, werden wir sicher sehr schöne Tage hier verbringen!
Das war es dann ersteinmal wieder aus dem hohen Norden und ich werde versuchen, wieder ein wenig regelmäßiger zu berichten!
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