Am nächsten Morgen musste ich zunächst noch einmal kurz in die Uni, bevor wir uns auf eine erste Erkundungstour durch Oslo machten. Bei leider nicht perfektem Wetter (aber immerhin hat es am ersten Tag noch nicht geschneit!) ging es zunächst zum Vigelandspark. Die nächste Station war Aker Brygge, wo wir schon mal Ausschau nach einem Restaurant für den Abend gehalten hatten. Leider hat keiner daran gedacht einen Tisch zu reservieren, sodass wir am Abend keinen Platz mehr bekamen und uns ein neues Plätzchen suchen mussten. Nachdem wir also die Hafenpromenade entlang geschländert waren ging es weiter zum Friedensnobelpreiszentrum. Ich hatte schon von vielen gehört, dass es ein sehr schönes Museum sein soll, war aber selbst vorher noch nicht dort. Somit habe ich an diesem Wochenende auch etwas neues gesehen und ich muss sagen, es ist meinen Erwartungen vollkommen gerecht geworden und ein wirklich empfehlenswertes Museum.
Im Anschluss sind wir dann durch das alte Festungsgelände spaziert um danach in der bereits bekannten Bäckerei eine kleine Stärkung zu uns zu nehmen. Mit neue geladenen Akkus ging es dann zum königlichen Schloss, von dem aber sowohl Mama als auch Elke ein wenig enttäuscht waren, denn es ist wirklich nur ein kleiner viereckiger Kasten, der von weitem wesentlich imposanter wirkt als wenn man davor steht. Dennoch gehört es natürlich zu einer vollständigen Stadtführung dazu. Von dort aus ging es die berühmte Carl Johans Gate hinuter Richtung Hauptbahnhof, vorbei an der alten Universität, dem Nationaltheater und dem Parlament. Ein paar Schuhläden haben wir unterwegs dann aber auch noch einen Besuch abgestattet. Zu Mamas Enttäuschung wollte ich aber keine Gummistiefel haben. ;-) Als letzter Tagespunkt stand dann noch die Oper an.
Nachdem wir uns den ganzen Tag die Füße platt gelaufen hatten, ging es abends zusammen mit Sebastian, der noch nachgekommen war zum Essen ins Café Sorgenfri. Es war sehr lecker!!! Also vielen Dank nochmal Mama! :-)
Am nächsten Tag schneite es wieder einmal. Somit waren wir froh, dass eher die Indoor Aktivitäten auf dem Program standen. Zunächst ging es ins Parlament. Nachdem man einen Sicherheitscheck wie am Flughafen hinter sich gebracht hatte durften wir eine Stunde lang einer zweisprachigen (norwegisch/englisch) Führung lauschen, bei dem uns neben der Geschichte der norwegischen Demokratie die Räumlichkeiten gezeigt wurden. Sehr interessant!
Im Anschluss ging es dann in die Nationalgalerie. Ich hatte schon kurz überlegt in der Zwischenzeit etwas andere zu unternehmen, da es bereits mein dritter Besuch in 4 Monaten war, aber habe mich dann doch entschieden mitzugehen. Und zu meiner Überraschung und Freude gab es sogar etwas Neues zu sehen. Momentan gibt es eine Sonderausstellung über das Bild "Et syke barn" von Edvard Munch, die sehr interessant war. Und auch die restlichen Munchbilder wurden in der Zwischenzeit ausgetauscht, sodass ich mich an neuen Bildern erfreuen konnte.
Nach dem Besuch der Nationalgalerie wollten wir eigentlich ins fru Hagen. Leider war es wie immer überfüllt, sodass wir uns ein anderes Café suchen mussten. Danach ging es dann zurück nach Hause, wo wir Abends leckere Krabben gegessen haben. Leider ging es ansonsten etwas chaotisch in unserer Wohnung zu. Ulf hat seine letzten Sachen abgeholt, und Håkon, mein neuer Mitbewohner ist gleichzeitig eingezogen. Aber es war dennoch ein lustiger Abend. Nachdem Mama und Elke bereits geschlafen haben, haben wir auf dem neuen Plasmafernseher von Håkon zunächst zu 8 (der Bruder von Ulf war noch mit Freundin hier und eine Freundin von Håkon) einen Film geguckt und anschließend noch in der Küche gesessen und gespielt. Ich habe mich dann gegen kurz nach 2 ins Bett verzogen, aber die Anderen haben anscheinend noch bis halb 6 weitergefeiert...
Am Sonntag sind Mama und Elke dann leider schon wieder gefahren. Die Zeit mit Beusch geht immer rasend schnell um. Aber es war sehr schön und zumindest Mama werde ich Ostern ja schon wiedersehen, diesmal dann in Stockholm.
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