Freitag Nachmittag um 16:07 Uhr ging das Abenteuer Skiseil los, als wir pünktlich in den Zug stiegen, der uns nach Finse, einem 300 Seelen Dorf mit dem höchst gelegenen Bahnhof in Nordeuropa bringen sollte. Nach gut 4,5 h Fahrt endete die Zugfahrt irgendwo in einem Meer aus Schnee...
Zumindest konnte man bei Nacht den Eindruck gewinnen, das man im absoluten Nirgendwo gelandet war, das dazu noch im Schnee versunken war. Denn dies hat man spätestens auf dem nur 500 Meter langen Fußweg zur Finsehütte festgestellt, auf dem man bei jedem Schritt bis zu den Knien im Schnee versunken ist! Und auch die Fenster unseres Zimmers im 2. Stock waren komplett zugeschneit!Nach einem leckeren Abendessen ging es dann aber auch recht zeitig ins Bett, da am nächsten Tag ja große Ereignisse bevorstanden.
Am nächsten Morgen wurden wir dann von strahlendem Sonnenschein geweckt, der die Landschaft in einem unvorstellbaren Glanz erstrahlen lies. Zu unserer Enttäuschung war es aber leider absolut windstill. Somit gab es ersteinmal ein wenig Theorie und ein paar Stund
en in denen wir nach langer Zeit ein Sonnenbad genossen haben,
bevor am Nachmittag der Wind zumindest soweit auffrischte, das es für ein paar erste Versuche am Skiseil reichte. Nach ein paar Trockenübungen ging es dann auch relativ schnell auf die Skier! Es ist schon beeindruckend, sich von einem Drachen durch eine einsame "Schneewüste" ziehen zu lassen, in der außer ein paar Bergen nichts zu sehen ist...Am Sonntag hatten wir dann mit dem Wind etwas mehr glück und somit wurde aus einer langsamen und gemütlichen Spazierfahrt ein rasantes Abenteuer. Der Wind war am Ende so stark, dass man die Drachen kaum noch lenken konnte und einige ein paar hundert Meter von unserem Lager abgetrieben wurden und nicht mehr zurückkamen. Somit hieß es Drachen zusammenlegen und zu Fuß zurück stapfen, was mit Slalomskiern einer kleinen Tortur gleich kommt... Nachdem wir dann aber auch etwas kleinere Drachen umgestiegen waren konnte man dem Wind trotzen und es war einfach nur ein rießen Spaß!!! Leider war der Spaß nach zwei Tagen viel zu schnell zu Ende. Wobei, wenn ich an den Muskelkater denke, den ich seit Montag habe, war es vielleicht ganz gut, dass es nur zwei Tage waren... Auf jeden Fall war es ein großartiges Wochenende und ich glaube wir waren uns alle einig, dass das wahrscheinlich nicht das letzte Mal mit Skikiten/Skiseil war.

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